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Sanierung des Jugendzentrums Leinach abgeschlossen

Jugendliche legten selbst Hand an

Kreativ, tatkräftig und vor allem hoch motiviert widmeten sie sich Jugendliche sechs lange Wochen der Sanierung ihres Domizils im ehemaligen Kindergarten im unteren Leinach unter Betreuung der Jugendbeauftragten des Gemeinderates, Anette Holz und Barbara Rothenhöfer, mit Unterstützung der Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs.

Rund 150 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren hatte die Gemeinde aufgefordert, sich an der Sanierung und Neugestaltung der Räumlichkeiten des Jugendzentrums nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu beteiligen. Die offizielle Aufforderung war jedoch keineswegs dahin gehend gerichtet, die Kosten möglichst gering zu halten. Vielmehr sollte durch die Beteiligung und Gestaltung durch die Jugendlichen eine größere Identifikation mit dem JUZ erreicht werden. Überrascht von der großen Resonanz aus den Reihen der Jugendlichen zeigten sich Bürgermeister Uwe Klüpfel und die Jugendbeauftragten Anette Holz und Barbara Rothenhöfer.

Zeitweilig bis zu 20 Jugendliche betätigten sich in den sechs Wochen gleichzeitig in den Räumlichkeiten des JUZ, um diese auf Vordermann zu bringen. Mit vereinten Kräften wurde gemalert und auch die dabei entstanden Spuren beseitigt. Als augenfälligster Hinweis auf die Neugestaltung prangt schon im Eingangsbereich das ebenfalls neu gestaltete JUZ-Logo als Graffiti von der Wand. Den neuen Bodenbelag aus Linoleum ließ die Gemeinde verlegen und die Mitarbeiter des Bauhofs sorgten für Sitzmöglichkeiten im „Action-Room“. Mit einem peppigen Graffiti an der Wand, dem Tischkicker, einer Tischtennisplatte und einem Billardtisch lässt der größte Raum im Jugendzentrum die Atmosphäre einer Spielhalle aufkommen. Gleich nebenan können es sich die jugendlichen Gäste in einem separaten Raum auf mehreren Sitzecken einfach nur zu Unterhaltungen und Gesprächen gemütlich machen.

Sowohl für das gesamte JUZ als auch für den Außenbereich besteht künftig absolutes Rauch- und Alkoholverbot. Eine weitere Verbesserung in den Räumlichkeiten des JUZ ergab sich dadurch, dass nach Sanierung und Umbau für Mädchen und Jungs nun auch getrennte WC’s zur Verfügung stehen. Kleinere Nachbesserungen was die Ausstattung der Küche betrifft, sollen noch erfolgen.

Die Verantwortung für einen geordneten Betrieb des vorläufig nur samstags zwischen 16 Uhr und 21 Uhr geöffneten Jugendtreffs hat Julian Schraut übernommen, der dabei seine Pfadfindererfahrungen einbringt. Auch für die Reinigung und weitere Instandhaltung möchte der neue Verantwortliche des JUZ mit den Jugendlichen selbst aufkommen. Das Glück für Leinachs junge Generation wäre perfekt, wenn sich noch ein Sponsor für einen Getränkeautomaten finden würde.

Quelle: Main-Post online vom 25.03.2010

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